Kurzinfo? Mit der Maus über die orangenen Halbkreise fahren!

Schwäbisches Schnapsmuseum Meiereihof 7

74357 Bönnigheim Telefon/Fax: (07143) 22563

 

Geöffnet:

Mai-Sept. So 14-17 Uhr

und auf Anfrage.

 

Gruppen ganzjährig nach Vereinbarung.

 

Eintritt:

1.50 EUR inkl. Schnapsglas

 

Preise f. Gruppen bzw. Führungen auf Anfrage

Schwäbisches Schnapsmuseum

Am Anfang war der (destillierte) Alkohol...

 

Die Kulturgeschichte des Alkohols ist im Schwäbischen Schnapsmuseum in verschiedenen Themenbereichen dargestellt. Am Anfang war der destillierte Alkohol kostbare Medizin und wurde als aqua vitae, als Wasser des Lebens, vor allem von Frauen hergestellt. So gilt ein Destilliergerät aus Konstanz in Frauenform als ältester Alkoholbeleg in Deutschland. Erst die Entwicklung wirkungsvollerer Destilliergeräte gestattete die wirtschaftliche und damit preiswerte Herstellung des gebrannten Weines, der nun als Genußmittel Furore machte. Im 15. Jahrhundert setzen deshalb auch die ersten Vorhaltungen gegen das "geprannte Wasser" ein.

 

 Steuererhebungen für die Schnapsbrennerei sollten die Sucht eindämmen, waren aber gleichzeitig eine willkommene Geldquelle des Staates. Die Kulturgeschichte des Alkohols ist im Schwäbsichen Schnapsmuseum in verschiedenen Themenbereichen dargestellt. Ein ausführlicher Raum ist der Entwicklung der Destillationstechnik gewidmet. Seit der Erfindung eines funktionsfähigen Alkoholdestillationsgerätes, deren ältester Nachweis aus dem 11. Jahrhundert aus Salerno in Italien stammt, haben sich die Geräte bis heute kontinuierlich weiterentwickelt. Der älteste Alkoholdestillationsbeleg Deutschlands, ein Rosenhut in Frauenform aus Konstanz von 1250, ist unter dem Thema "Heilung durch Wasserbrennerinnen" zu sehen. Weise Frauen, Hebammen und Wasserbrennerinnen, die Arzneien durch Destillation herstellten und einen reichen Erfahrungsschatz in volksmedizinischen Heilmethoden besaßen, wurden in der Neuzeit von der Standesorganisation der Ärzte und Apotheker in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Man verunglimpfte die beliebten Heilerinnen als Kurpfuscherinnen oder verbrannte sie als Hexen, weil sie eine starke Konkurrenz darstellten. So wurden die Frauen aus dem Handwerk des Destillierens und bis ins 20. Jahrhundert aus anerkannten Heilberufen verdrängt.

 

 

"Unter den Augen des Gesetzes" - heißt der Titel einer Abteilung, die sich mit dem Steuerrecht beschäftigt. Die Stationen der Branntweinsteuer-Gesetzgebung zeigen, daß der Staat schon lange den Schnaps als Geldquelle erkannt hatte. In Württemberg erhob die Obrigkeit 1695 eine Schankabgabe. Damals war das Land von 1688 - 1697 im Krieg mit Frankreich schwer verwüstet und in große Finanznot gekommen. 1871 erhielten Bayern, Württemberg und Baden bei der Gründung des Deutschen Reiches Reservatrecht zur Beibehaltung ihrer eigenen Besteuerung. Dieser Entscheidung haben die süddeutschen Kleinbrennereien ihre Existenz zu verdanken, mit verblüffender Aktualität im EG-Binnenmarkt. 24.000 Kleinbrennereien gibt es noch heute in Baden-Württemberg.  Ein Thema ist mit "Aus Obst wird Alkohol" überschrieben. Hier sind die Grundlagen dargestellt, illustriert durch Graphiken und Abbildungen.

 

 

Die Brennereitechnik ist durch alte Brenngeräte mit Stangen- und Schlangenkühler, mit Maischeabscheider und Verstärkereinrichtungen dargestellt und wird weiter ergänzt. Bei der Alkoholometrie kann der Besucher in der Schüttelprobe den unterschiedlichen Alkoholgehalt an der Blasenbildung erkennen. Eine fleischwolfähnliche Tresterkäspresse zeigt die Resteverwertung in der Brennerei. Eine eigene Abteilung "Geheimbrennerei - Schwarzbrennerei" zeigt die Bestrebungen, die Abgaben der Alkoholsteuern zu umgehen. In der Kriegs- und Nachkriegszeit war der Schnaps ein begehrtes Schwarzmarktmittel. Geheimbrennereien aus jener Zeit zeigen den Erfindungsreichtum, wobei auch Abfallprodukte des Krieges verwendet wurden. Die Aktualität der geheimen Schnapsproduktion zeigen jüngst beschlagnahmte Geräte, die zum Beispiel aus Strafvollzugsanstalten stammen. Besonders empfehlungswert ist eine Schnapsprobe mit rustikalem Vesper sowie eine Stadtführung durch die historische Ganerbenstadt Bönnigheim.

 

 

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Am 2. Mai 2010 um 14 Uhr ist die Eröffnung der diesjährigen
Sonderausstellung im
Schwäbischen Schnapsmuseum 

 

"Giftmorde im Steinhaus - Rezepte der Agatha Christie"

   

 

Ausstellung 2010 Steinhaus

 

 

Die Ausstellung ist jeweils sonntags von 14 - 17 Uhr geöffnet

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall ! Wir freuen uns auf Ihr Kommen !

 

Weitere Informationen zur Ausstellung 2009, 2008, 2007 und zum Schwäbischen Schnapsmuseum  

finden Sie auf der 

 
Museums-Homepage 

 

und unter:

http://picasaweb.google.com/eshaphoto/NurKusseSchmeckenBesserAlkoholwerbungSchwabischesSchnapsmuseumBonnigheim2009#

 

http://picasaweb.google.com/eshaphoto/WeggschmissaWirdNexFlickenReparierenUmnutzenSchwabischesSchnapsmuseumBonnigheim2008#

 

http://picasaweb.google.com/eshaphoto/MythosGeburtAusstellungAnlDes30jahrBestehensDerHistGesellschaftBonnigheim2007#

 

 

 

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Sehenswürdigkeiten in Bönnigheim

Köllesturm

Köllesturm

Als „Oberer Torturm“ um 1286 mit der Stadtbefestigung erbaut. Auf dem Turm wohnte der Turmwächter. Ein Flügeltor und ein Zugtor verschlossen den Zugang zur Stadt. Der Torwächter verschloss abends das Tor und öffnete es morgens wieder. Für einen Reisenden durfte es nachts nur mit Genehmigung des Amtmannes geöffnet werden. Außerdem kassierte der Torwächter den Wegezoll. 1772 wurde nach einem Brand das Spitzdach durch eine barocke Dachform ersetzt. Einige Zeit war auch der Ortsarrest hier untergebracht. Nach der letzten Turmwächterfamilie erhielt der Turm den Namen Köllesturm. 1984 wurde die Fassade restauriert.
zum historischen Stadtrundgang
Rathaus

Rathaus

Unsere Stadt verfügt über eine leistungsstarke Verwaltung, die - zentral im Rathaus angesiedelt – den Bürgern und Interessenten mit Rat und Tat zur Seite steht. Egal, ob im persönlichen Gespräch, am Telefon oder virtuell via Internet – die Stadtverwaltung ist für Sie da. Hier finden Sie immer den richtigen Ansprechpartner.
zum Rathaus
Steinhaus

Steinhaus

Im ältesten Gebäude der Stadt, dem Steinhaus, ist das Schwäbische Schnapsmuseum untergebracht. Weit über Stadt und Ländle hinaus hat sich die Historische Gesellschaft mit dem Museum zur Kulturgeschichte des Alkohols, der Entwicklung der Destillationstechnik sowie der Geheim- und Schwarzbrennerei einen Namen gemacht. Bekannt sind die Likör- und Schnapsproben in geselliger Runde.
zum historischen Stadtrundgang
Schulzentrum

Schulzentrum

Unsere Stadt verfügt über ein vielseitiges schulischen Angebot.
In unserem Schulzentrum aus Alfred-Amann-Gymnasium, Sophie La Roche Realschule und Ganerbenschule (Grund- Haupt und Werkrealschule) sind auch die Stadtbücherei und die städtische Musikschule untergebracht.
zu den Bildungseinrichtungen
Cyriakuskirche

Cyriakuskirche

Die wunderschöne, altehrwürdige Cyriakuskirche ist eines der beherrschenden Bauwerke des Bönnigheimer Stadtkerns mit spätgotischer Ausstattung. Der mächtige, auf Säulen ruhende Querbau zwischen Langhaus und Chor ist einer der ganz wenigen Lettner, der sich im Württembergischen erhalten hat. Dabei ist der Hochaltar allein schon ein Prachtstück mittelalterlicher Holzskulptur.
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Ganerbenburg

Ganerbenburg

Im Jahre 1188 wird die Bönnigheimer Burg als Besitz des Kaisers Barbarossa erwähnt. Sie bildete die nordwestliche Ecke der Stadtbefestigung und ging später in den Besitz der Ganerben über. 1525 im Bauernkrieg zerstört, wurde sie 1546 wieder aufgebaut. Ein großer Teil wurde 1679 eingerissen. Der Turm bekam 1898 das Spitzdach, als die Glocke aus dem Jahr 1359 von der Kirche hierher versetzt wurde. 1979 wurde die Burg saniert.
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Stadionsches Schloss

Stadionsches Schloss

Mittelpunkt der Innenstadt und Prunkstück zugleich ist das Schloss. Das filigrane, spätbarocke Bauwerk des Reichsgrafen Friedrich von Stadion, mit viel Liebe zum Detail wieder in Originalzustand versetzt, beherbergt nach wechselvoller Geschichte das weltweit einmalige Museum Charlotte Zander für Internationale Naive Kunst und Art Brut.
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Strombergkellerei

Strombergkellerei

Der Wein, 793 erstmals erwähnt, spielte schon immer eine große Rolle in Bönnigheims Geschichte; jedes Stadtviertel hatte seine eigene Kelter bis 1966 die Strombergkellerei im traditionellen Stil des 20. Jahrhunderts errichtet wurde.
Heute wird an sonnigen Hängen der Lemberger kultivier, jene anspruchsvolle Württemberger Rarität, die nur in den besten Lagen gedeiht und wovon hier die größte Anbaufläche zu finden ist. Die für Spitzenqualität bekannte Strombergkellerei und mehrere ebenfalls prämierte hochklassige private Weingüter keltern auch den edlen Spätburgunder, spritzen Riesling und natürlich einen kräftigen Trollinger, den Nationalwein der Schwaben.
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Mineralfreibad

Mineralfreibad

Abkühlung finden Sie im Mineralfreibad Bönnigheim. Das Bad bietet modernste Sprunganlagen, Sprudelbecken, Trinkbrunnen, eine 70-Meter Rutsche sowie eine Minigolfanlage und Wohnmobil-Stellplätze.
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