Kurzinfo? Mit der Maus über die orangenen Halbkreise fahren!

Kontakt:

Historische Gesellschaft Bönnigheim

Kurt Sartorius

Keplerstr. 3

74357 Bönnigheim

 

Tel. (07143) 22563

Museum Arzneyküche

 in Bönnigheim - ein Apothekenmuseum besonderer Art

 

 

 

 

 

 

 

 

  

In einem Garten in Bönnigheim stand ein baufälliger alter Schuppen. Bei einer Besichtigung im Jahr 1987 fiel im Erdgeschoss ein massiver, sandsteingemauerter Raum mit einem Kreuzgewölbe auf, dessen Scheitelpunkt in einen Kamin überging. Reste von Schablonenmalereien waren sichtbar.  Es handelt sich um ein Apothekenlabor, das 1831 anstelle eines älteren errichtet wurde.

Der Gemeinderat der Stadt entschloss sich, hier in originaler Umgebung ein kleines Apothekenmuseum einzurichten. In Anlehnung ans Schwäbische Schnapsmuseum wird die Verwendung des Alkohols in der Medizin dargestellt. Das Gebäude markiert den Umbruch von der handwerklichen Arzneiherstellung zur industriellen Produktion und kann als Reaktion des Apothekers auf die preiswerte Lieferung industrieller Produkte betrachtet werden. Da es im heutigen Wirtshausgarten steht, wurde es als Schaufenster konzipiert. Im überwölbten, feuerfesten Laborraum zeigt eine "Bitter-Destillationsanlage" die Technik um 1900. Ein Rundfüller, in dem z. B. Kräuterlikör abgefüllt werden konnte, zeigt die umfangreichere Herstellung für den Handel. Im Dachstock ist die Geschichte der Bönnigheimer Apotheken aufgearbeitet und die Lagerung und Verarbeitung von Heilkräutern gezeigt sowie die Entwicklung der Destillationstechnik. Leihgaben stellte das Deutsche Apotheker-Museum in Heidelberg zur Verfügung. Eingerichtet und betreut wird es von der Historischen Gesellschaft Bönnigheim e. V.

 

 

 

Das Museum Arzney-Küche ist die vierte museale Einrichtung in der kleinen Stadt Bönnigheim und wurde im September 2002 eröffnet.

 

 

Es ist im Rahmen von Stadtführungen und nach Anmeldung beim Schwäbischen Schnapsmuseum, Tel.(07143) 22563, zu besichtigen.

Ausserdem ist es jeden ersten Sonntag im Monat 14.00-16.00 Uhr geöffnet. Das Museum befindet sich in der Kirchstraße 22, Zugang (wie skizziert) vom Kirchplatz.

 

 

 

Das Apothekenlaboratorium

Seit dem 16. Jh. entstanden flächendeckend Apotheken mit Laboratorien. Diese hatten feuerfeste Decken (häufig als Gewölbe) und Wände. Man destillierte aus der "Blase". Diese war aus Keramik, Kupfer oder Glas. Der auf ihr sitzende Helm war abnehmbar.

Mit solchen Destillationsgeräten stellte der Apotheker Auszüge von Kräutern her, z.B. Melissengeist In der frühen Neuzeit destillierte man aqua vitae "Lebenswasser", =Branntwein), wässrige Pflanzenauszüge und ätherische Öle. Daneben diente das Labor auch der Zubereitung von Tinkturen, Extrakten, Elixieren und Mixturen. Technische Neuerungen zwangen die Apotheker zur ständigen Weiterbildung. Zum Sortiment einer Apotheke gehörten Salben, Pflaster, Sirupe, Pillen, Tees, die musartigen Latwergen und Medizinalweine. Schließlich boten Apotheken häufig ­ was verwundern mag ­ auch Zuckerkonfekt, Wachslichter, Siegellack und sogar Schreibtinte feil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blick in den überwölbten Laborraum mit Bitter-Destillationsanlage

 

Heute dient das Apothekenlaboratorium in erster Linie zu analytischen Zwecken: Heilkräuter, Chemikalien und Fertigarzneimittel werden untersucht. Der Anteil der Labortätigkeit liegt im allgemeinen bei ca. 5 % der Gesamtarbeit.

 

Um 1100 wurden in Italien die ersten Geräte zur Weindestillation entwickelt. Der Alkohol diente medizinischen Zwecken. Durch wirkungsvollere Destillationstechniken im 14. Jh. verbreitete sich der Branntwein zusehends. An dieser Entwicklung hatten die Apotheken maßgeblichen Anteil. Zu den Privilegien vieler Apotheker gehörte im 16./ 17. Jh. neben der Bereitung auch der Ausschank ihrer alkoholischen Erzeugnisse. Der Ursprung der Kräuterliköre liegt vermutlich darin begründet, dass man "bittere Arznei" versüßte. Liköre bestehen aus Alkohol, Kräuterauszügen und Zucker. Ein beliebter Kräuterlikör ist bis heute der Magenbitter, in dem meistens Wermut enthalten ist. Diese Bitterstoffe fördern die Verdauung.

 

 

Kräuterverarbeitung im Dachgeschoss

 

Je mehr chemische Präparate nach 1805 Eingang in den Arzneischatz fanden, desto mehr erschwerte sich die Herstellung für den Apotheker. Die meisten der damaligen Apothekenlaboratorien waren auf die Erzeugung von Feinchemikalien nicht eingestellt. Auch spielte der Kapitalmangel für die Anschaffung neuer teurer Geräte mit ­ die Apotheker gerieten ins Hintertreffen.

 

In der chemisch-pharmazeutischen Großindustrie gelangte man zur synthetischen Herstellung von Arzneimitteln mit enormer Wirksamkeit. Der Brunnen und in ihm gefundene Gegenstände Die Entwicklung moderner Arzneiformen wie Tabletten, Kapseln und Ampullen im 19. Jh. verhalf der pharmazeutischen Industrie zum Durchbruch. Das Apothekenlaboratorium stieß diesbezüglich an die Grenze der technischen Möglichkeiten ­ es wandelte sich vom Herstellungs- weitgehend zum Kontrolllabor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Brunnen und in ihm gefundene Gegenstände

 

Die Entwicklung moderner Arzneiformen wie Tabletten, Kapseln und Ampullen im 19. Jh. verhalf der pharma- zeutischen Industrie zum Durchbruch. Das Apothekenlaboratorium stieß diesbezüglich an die Grenze der technischen Möglichkeiten ­ es wandelte sich vom Herstellungs- weitgehend zum Kontrolllabor.  

Sehenswürdigkeiten in Bönnigheim

Köllesturm

Köllesturm

Als „Oberer Torturm“ um 1286 mit der Stadtbefestigung erbaut. Auf dem Turm wohnte der Turmwächter. Ein Flügeltor und ein Zugtor verschlossen den Zugang zur Stadt. Der Torwächter verschloss abends das Tor und öffnete es morgens wieder. Für einen Reisenden durfte es nachts nur mit Genehmigung des Amtmannes geöffnet werden. Außerdem kassierte der Torwächter den Wegezoll. 1772 wurde nach einem Brand das Spitzdach durch eine barocke Dachform ersetzt. Einige Zeit war auch der Ortsarrest hier untergebracht. Nach der letzten Turmwächterfamilie erhielt der Turm den Namen Köllesturm. 1984 wurde die Fassade restauriert.
zum historischen Stadtrundgang
Rathaus

Rathaus

Unsere Stadt verfügt über eine leistungsstarke Verwaltung, die - zentral im Rathaus angesiedelt – den Bürgern und Interessenten mit Rat und Tat zur Seite steht. Egal, ob im persönlichen Gespräch, am Telefon oder virtuell via Internet – die Stadtverwaltung ist für Sie da. Hier finden Sie immer den richtigen Ansprechpartner.
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Steinhaus

Steinhaus

Im ältesten Gebäude der Stadt, dem Steinhaus, ist das Schwäbische Schnapsmuseum untergebracht. Weit über Stadt und Ländle hinaus hat sich die Historische Gesellschaft mit dem Museum zur Kulturgeschichte des Alkohols, der Entwicklung der Destillationstechnik sowie der Geheim- und Schwarzbrennerei einen Namen gemacht. Bekannt sind die Likör- und Schnapsproben in geselliger Runde.
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Schulzentrum

Schulzentrum

Unsere Stadt verfügt über ein vielseitiges schulischen Angebot.
In unserem Schulzentrum aus Alfred-Amann-Gymnasium, Sophie La Roche Realschule und Ganerbenschule (Grund- Haupt und Werkrealschule) sind auch die Stadtbücherei und die städtische Musikschule untergebracht.
zu den Bildungseinrichtungen
Cyriakuskirche

Cyriakuskirche

Die wunderschöne, altehrwürdige Cyriakuskirche ist eines der beherrschenden Bauwerke des Bönnigheimer Stadtkerns mit spätgotischer Ausstattung. Der mächtige, auf Säulen ruhende Querbau zwischen Langhaus und Chor ist einer der ganz wenigen Lettner, der sich im Württembergischen erhalten hat. Dabei ist der Hochaltar allein schon ein Prachtstück mittelalterlicher Holzskulptur.
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Ganerbenburg

Ganerbenburg

Im Jahre 1188 wird die Bönnigheimer Burg als Besitz des Kaisers Barbarossa erwähnt. Sie bildete die nordwestliche Ecke der Stadtbefestigung und ging später in den Besitz der Ganerben über. 1525 im Bauernkrieg zerstört, wurde sie 1546 wieder aufgebaut. Ein großer Teil wurde 1679 eingerissen. Der Turm bekam 1898 das Spitzdach, als die Glocke aus dem Jahr 1359 von der Kirche hierher versetzt wurde. 1979 wurde die Burg saniert.
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Stadionsches Schloss

Stadionsches Schloss

Mittelpunkt der Innenstadt und Prunkstück zugleich ist das Schloss. Das filigrane, spätbarocke Bauwerk des Reichsgrafen Friedrich von Stadion, mit viel Liebe zum Detail wieder in Originalzustand versetzt, beherbergt nach wechselvoller Geschichte das weltweit einmalige Museum Charlotte Zander für Internationale Naive Kunst und Art Brut.
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Strombergkellerei

Strombergkellerei

Der Wein, 793 erstmals erwähnt, spielte schon immer eine große Rolle in Bönnigheims Geschichte; jedes Stadtviertel hatte seine eigene Kelter bis 1966 die Strombergkellerei im traditionellen Stil des 20. Jahrhunderts errichtet wurde.
Heute wird an sonnigen Hängen der Lemberger kultivier, jene anspruchsvolle Württemberger Rarität, die nur in den besten Lagen gedeiht und wovon hier die größte Anbaufläche zu finden ist. Die für Spitzenqualität bekannte Strombergkellerei und mehrere ebenfalls prämierte hochklassige private Weingüter keltern auch den edlen Spätburgunder, spritzen Riesling und natürlich einen kräftigen Trollinger, den Nationalwein der Schwaben.
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Mineralfreibad

Mineralfreibad

Abkühlung finden Sie im Mineralfreibad Bönnigheim. Das Bad bietet modernste Sprunganlagen, Sprudelbecken, Trinkbrunnen, eine 70-Meter Rutsche sowie eine Minigolfanlage und Wohnmobil-Stellplätze.
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